Leipzig Marathon 2016

Eine Woche ist er jetzt her, der Leipzig Marathon und ich denke auch bei dem letzten ist der Muskelkater wieder verschwunden. Auch unsere Abteilug war natürlich zahlreich vertreten.  Der Wetterbericht hatte alles von Regen über Schnee über Sonne vorrausgesagt. Insofern schauten alle gespannt immer wieder zum Himmel. Allein 14 Skater gingen dann bei Sonnenschein aber kühlen 5 Grad auf die Strecke. Doch schon nach wenigen Kilometern wurde aus Sonne – dunkle Wolken und Graupel und die Strecke verwandelte sich in eine rutschige Angelegenheit. Doch weder das, noch kalter Wind hinderten vorallem Ferenc und Benjamin in einer Wahnsinnszeit von 53:53:07 den Inliner-Halbmarathon hinter sich zu bringen. Für Benni bedeutete das ein 2-Platz in seiner AK, sowie ein 48.Platz! in der Gesamtwertung. Dazu nochmal herzlichen Glückwunsch. Auch die anderen kamen mit tollen Zeiten ins Ziel.

Als nächstes gingen die Marathonis auf die Strecke, auch hier waren 2 Starter (Matthias, Frank) von uns dabei. Für Matthias war es sein erster Marathon, den er mit einer beachtlichen Zeit von 3:47:30 beendete. In der ersten Runde liefen Frank und er noch zeitweise zusammen, aber das geringe mögliche Training und aufkommende Krämpfe liessen Frank abreißen und er lief den Lauf entspannt zu Ende.

Ich selbst startete zusammen mit Peter und Jana in den Halbmarathon. Für mich war es der erste Halbmarathon auf der Strecke und so war ich gespannt, wie es laufen würde, zu mal auch ich wenig Training vorweisen konnte. Mein heimliches Ziel war es trotzdem unter den 2Std zu bleiben und ich wusste wenn, schaff ich es nur mit dem Zeitläufer. Also hang ich mich direkt von Start weg an den unter 2 Std Läufer und versuchte ihn nicht aus den Augen zu verlieren. Was aufgrund der fast 3000 Starter nicht immer ganz einfach war. Schnell merkte ich, dass das angeschlagene Tempo doch recht flott, aber durchaus möglich war. Trotzdem spielte ich später mit dem Gedanken vielleicht doch ein Schritt schneller zu laufen, aber es war klug es nicht zu machen. An der nächsten Ecke pfiff uns wieder der kalte Wind entgegen und ich reihte mich schön wieder in der Gruppe ein, um möglichst viel Kraft zu sparen. Größere Läufer gab es ja genug 😉 Die Gruppe war stets ein kleines bisschen schneller unterwegs, sodass wir zwischenzeitlich einer Zeit von 1:56:30 entgegenn liefen. In der Südvorstadt wurde es immer schwerer und nachdem ein vorbeikommender Radbegleiter über ein Hütchen kopfüber stürzte, verlor ich kurz den Anschluss an meine Gruppe. ZUm Glück war ihm nix passiert und ich konnte auch schnell wieder aufschließen. TRotzdem kostete es Kraft.  An der Rennbahn kamen die 10km Läufer hinzu, unter denen auch Mario (sein 2.Start heute) und Antje mit waren. Plötzlich waren soviele Läufer um mich herum, dass es unübersichtlich wurde und ich nur noch versuchte meinen roten Zeitläufer nicht zu verlieren. Die letzten 4km kamen und meine Muskulatur jammerte gefühlt bei jedem Schritt gleich krampfen zu wollen. Bloß nicht! Die Erich Zeigner Allee zog sich nochmal endlos. Noch 3km – unser Zeitläufer gab uns durch, dass wir noch 20min für die letzten 3km hätten und es nur noch zu ende bringen müssen. Auf der Brücke der Jahnallee verabschiedete ich mich von ihm und dankte ihm nochmal und zog nun selbst dem Ziel entgegen. Holger der wie ein Wiesel an verschiedenen Punkten der Strecke gestanden hatte, stand auch hier nochmal und gab sein Bestes. WEnig später standen auch meine Geschwister, die auf Mats mit aufpassten und dann waren es nur noch wenige Meter. Um die letzte Kurve rum und dem Ziel entgegen, in dem Wissen, dass der Kopf über die Beine gesiegt hatte… Bei einer 1:58:19 blieb meine Zeit stehen, mein Ziel war erreicht, dankbar – glücklich und völlig breit – fiel ich ins Franks Arme, der dort auf mich wartete. Es war schön mal wieder das Kribbeln am Start eines Laufes zu spüren und das Hochgefühl wenn man dem Ziel entgegen läuft und einfach nur zufrieden ist mit sich und der Welt. Es war für mich längst keine Bestzeit, aber es war das schnellste was ich momentan herausholen konnte. Ein Dank vorallem an Nati, die sich um Mats kümmerte, auch wenn sie selber schon mit den Inlinern zuvor am Start war, danke an alle die an der Strecke standen, für wen auch immer 😉 und danke an Roman, der wie jedes Jahr alle Starter auf die Strecke schickte und auch wieder im Ziel begrüsste.

PS: Ich hoffe ich hab keinen Inliner oder Läufer beim durchzählen vergessen 😉

(ur)

DHfK-Skisport

4 Kommentare zu Leipzig Marathon 2016

  1. Karsten Sennewald sagt:

    Hallo Ulli, liebe Sportfreunde

    danke für den Beitrag und Deine Mühen.

    Ich finde es leider nicht schön, dass wir es nicht geschafft haben uns dort als Verein zusammen zu finden (ist auch als Selbstkritik gemeint). So haben es weder Sophia noch Moritz trotz guter Ergebnisse auf das Foto oder in den Text geschafft. Aber das ist aus meiner Sicht leider momentan der Trend, dass jeder irgendwie für sich das Wettkampfjahr organisiert. Vielleicht geht es auch bei der unterschiedlichen Interessenlage nicht anders?

    • Uli sagt:

      Hallo Karsten, das kein gemeinsamer Treffpunkt gefunden wurde, bzw anscheinend abgesprochen war, ist definitiv ausbaufähig fürs nächste Jahr!!
      Was den Bericht angeht, so habe ich einfach mal einen aus meiner Sicht geschrieben, da ich es schade finde, dass von keinem bisher etwas geschrieben wurde. Darum eine kurze Zusammenfassung voran, in der ich nur Benni mal hervorgehoben habe. Natürlich haben auch andere Sportler unserer Abteilung tolle Leistung gebracht, aber dann mögen diese bitte auch etwas schreiben. Da fehlt mir einfach der Überblick, auch zur vorangehenden Zeiten. Sorry falls sich jemand nicht gerecht behandelt fühlt!

      • Karsten Sennewald sagt:

        Hallo Uli,

        es war keine Kritik an Deiner Berichterstattung, sorry wenn das so rüberkam.
        Toll das Du Dir diese Mühe gemacht hast. Der Umstand war nur nicht besonders schön, wie Du ja auch selbst angemerkt hast. Nächstes Mal wird es besser, ich werde mich bemühen, da mitzuwirken. Von den anstehenden Wettkämpfen, bei denen meine Damen starten, kann ich gern auch mal einen Berichte beisteuern.

  2. Albrecht und Helga Lauterbach sagt:

    Anerkennung an alle Sportler des Vereins, sowohl an die Genannten wie auch Sophia und Moritz.Schon eindrucksvoll, wieviel Sportler an den Start gegangen sind und wie jeder Teilnehmer Taktik und Überwinden der Schmerzen beweisen mußte. Schön, wenn dann auch persönliche Ziele unterboten wurden.

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